In den 60/ 70 er Jahren wurde kaum Prophylaxe in Deutschland praktiziert. Man ging zum Bohren zum Zahnarzt ... und das tat meistens weh. Schmerzhafte Zahnarzterfahrungen, Bücher, Medien und Umgangsprache der damaligen Zeit hinterließen eine Generation, die von Zahnarztangst geprägt ist : die heutigen Eltern in Ihrer Praxis. So sinnvoll es damals war, Angst und Schmerz beim ersten Zahnarztbesuch zu thematisieren – so wenig ist es das heute. Doch das Bild vom bohrenden Zahnarzt überlebte.

Zahnmedizin heute ist vor allem präventiv orientierte Zahnmedizin.

Dieser Paradigmenwechsel findet in Deutschland bis heute noch keine ausreichende Beachtung in der Öffentlichkeit.

Frau Dr. Evelyn Leschhorn hat sich in einem Kinderbuch dieses Themas angenommen und zeigt, wie man spielerisch - angstfrei über das Thema Zahnarzt reden und Kinder geradezu für einen Zahnarztbesuch motivieren kann.

Schlüsselfigur ist dabei Lola, die kleine Assistentin, die als Absauger-Aufsatz hilft, Berührungsängste spielerisch abzubauen.

Denn: womit ein Kind gespielt hat, davor wird es keine Angst entwickeln. Durch die Elefantenschablone wird das Kind in seinem Spieltrieb motiviert, von selbst zum Zahnarzt gehen zu wollen, weil es nur dort einen Rüssel für Lola gibt, der richtig funktioniert (trinkt).

Mit Rücksicht auf die Praxiskosten kann der Zahnarzt die Eingewöhnung an eine Mitarbeiterin delegieren, die zunächst mit dem Kind spielt , so dass es sich mit Geräuschen, Gerüchen und Instrumenten selbst vertraut machen kann. Danach kommt der Zahnarzt zum entspannten Zähnezählen.

Selbstverständlich wird in einer Praxis, in der Lola arbeitet, nur positiv formuliert, denn Angst, wehtun oder "nicht so schlimm" konditionieren ein Kind in negativen Erwartungen und erzeugen Angst.
Aber wovor sollte ein Kind, das regelmäßig und freiwillig zur Prophylaxe kommt, Angst haben?

Höchstens davor, dass Lola heute ihren freien Tag hat!

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